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Evangelischer Pfarrbereich Flemmingen - Langenleuba-Niederhain
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Andacht Pfingstsonntag - Apostelgeschichte 2,1-18

Das geistliche Wort zum Pfingstsonntag  …. auch wenn wir keinen Gottesdienst feiern:

Am Himmel regt sich kein Lüftchen, nichts Besonderes. In den Straßen wimmelte es von Menschen. Es war normal zu Pfingsten in Jerusalem. Jedes Jahr kam eine bunte Völkerschar aus aller Herren Länder in die Stadt. An das Sprachengewirr hatte man sich gewöhnt. Der Geldbeutel wurde gefüllt. Man kam zusammen, um den Bund Gottes mit seinen Menschen zu feiern. Man erinnerte sich dankbar an die zehn Gebote, an Gottes große Orientierungs- und Lebenshilfe. Man traf alte Freunde.

Heiliger Geist Kirche Fraureuth

Irgendwo hinter verschlossenen Türen waren die Freunde Jesu mit der bangen Frage, wie es weitergehen soll, nachdem Jesus sie endgültig verlassen hatte. Von Aufbruchsstimmung war keine Spur. Mit einer großen Überraschung Gottes war an diesem Pfingsttag nicht zu rechnen. Es kam alles anders. Was war passiert?

...weiterlesen "Plötzlich sind sie zu hören!"

Jer 31, 31-34 –  Predigt Exaudi

Das geistliche Wort zum Sonntag Exaudi …. auch wenn wir keinen Gottesdienst feiern:

Pfarrerin Dr. Kristin Jahn - Superintendentin

I
Marie saß auf den leeren Bierkästen und zählte die Vorräte. Bier, Limonaden, Konserven, Wein.
Seit Wochen war die Gaststätte geschlossen gewesen. Nun konnte sie wieder öffnen. Sie musste anfangen, mit dem, was noch da war. Für neue Ware war jetzt kein Geld da.
Wir melden uns, hatten die Kunden gesagt. Die großen Familienfeiern, von denen sie lebte, waren noch gar nicht wieder möglich. Alles was blieb, war Laufkundschaft. Auf die musste sie hoffen. Improvisieren, neu anfangen.
Es gab Nächte, da konnte Marie nicht mehr schlafen.

...weiterlesen "Marie und das weite Herz"

Das geistliche Wort zum Sonntag Rogate …. auch wenn wir keinen Gottesdienst feiern: Matthäus 6,5-13

Ein Pfarrer beginnt jeden Gottesdienst immer mit dem Satz "Der Herr sei mit euch". Die Gemeinde antwortet dann  immer, "und auch mit dir." An einem Sonntag funktionierte das Lautsprechersystem nicht richtig. Der Pfarrer tritt an die Kanzel und sagt: "Mit diesem Mikrofon stimmt etwas nicht." Und die Gemeinde antwortet: „und auch mit Dir!“

...weiterlesen "Rogate – Vom rechten Beten"

Das geistliche Wort zum Sonntag Kantate …. auch wenn wir keinen Gottesdienst feiern: 2. Chronik 5,2-5.12-14 – Andacht - Kantate -

Image by LoggaWiggler from Pixabay

Liebe Leserinnen und lieber Leser,
eigentlich ist dieser Sonntag Kantate ein Sonntag, an dem in unseren Kirchen viel Musik erschallt und viel gesungen wird. Das ist auf Grund von Corona nicht möglich. Ja dort, wo Gottesdienst in einer Kirche gefeiert wird, ist das Singen sogar untersagt. Nur Musik von der Orgel, vom Klavier oder Instrumenten, bei denen man keine Luft benötigt, dürfen erklingen. Da ist der Lobpreis an diesem Sonntag Kantate etwas mager.

...weiterlesen "Der Gottesdienst ist abgesagt und doch Lobpreis möglich"

Das geistliche Wort zum Sonntag  Jubilate …. auch wenn wir keinen Gottesdienst feiern: Andacht Sonntag Jubilate – Johannes 15,1-8

Liebe Leserinnen und liebe Leserinnen,
das Altenburger Land ist kein Weinbaugebiet, aber gleich hinter der Kreisgrenze westlich des Altenburger Landes beginnt das Weinbaugebiet Saale-Unstrut. Da kann man in Würchwitz den ersten Winzer finden. Richtung Zeitz werden es dann mehr. Der Wein ist ein Getränk, das schon seit vielen Tausenden von Jahren das Menschenherz erfreut. So steht es in den Psalmen der Bibel. Darum ist es auch nicht von ungefähr, dass Jesus dieses Bild für einen Vergleich verwendet: Er spricht in Johannes 15 zu seinen Jüngern folgendes:

...weiterlesen "Der Weinstock und die Reben"

Das geistliche Wort zum Sonntag …. auch wenn wir keinen Gottesdienst feiern:
Andacht Sonntag Misericordias Domini – 1. Petrus 2,21-25

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

Image by Gerd Altmann from Pixabay
Image by Gerd Altmann from Pixabay

wir werden es noch länger nicht tun, auch wenn wir es jetzt könnten: Gottesdienst in unseren Kirchen feiern. Wir haben beschlossen, es noch bis 28.06.2020 auszusetzen und weiterhin in anderer Form geistlich Gemeinschaft zu haben, wie zum Beispiel: mit dieser Andacht, der offenen Kirche, dem Glockenläuten, dem Telefonanruf, dem Gespräch über den Gartenzaun, das Posaunenspiel und dem Gebet füreinander. Zur christlichen Nächstenliebe gehört es aufeinander Rücksicht zu nehmen.

Heute ist der Sonntag des guten Hirten. Vom Thema her ist es eines der schönsten Sonntage im Kirchenjahr. Für uns auf dem Land ist es immer noch ein eindrückliches Bild, auch wenn es immer seltener wird: „Der Hirte, der seine Schafe weidet.“ Nun gut, Schafe als natürlich Rasenmäher hat mancher noch in seinem Garten, aber eben nicht mehr als große Herde, sondern nur noch zwei, drei Stück. Dennoch ist das Bild der Schafe und des Hirten bei vielen von uns als Bild der christlichen Nachfolge gegenwärtig.

Aber Nachfolge was ist das? Ein altes Wort, das keiner mehr versteht? Ein Kirchenvater hat einmal gesagt: „Folge Christus nach und lerne verschmähen, was vergänglich ist“. Scheint also eine erste Sache zu sein? Dazu lesen wir einmal den Predigttext dieses Sonntags aus 1. Petrus 2:

21Denn dazu seid ihr berufen, da auch Christus gelitten hat für euch und euch ein Vorbild hinterlassen, dass ihr sollt nachfolgen seinen Fußstapfen;
22er, der keine Sünde getan hat und in dessen Mund sich kein Betrug fand;
23der, als er geschmäht wurde, die Schmähung nicht erwiderte, nicht drohte, als er litt, es aber dem anheimstellte, der gerecht richtet;
24der unsre Sünden selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr heil geworden.
25Denn ihr wart wie irrende Schafe; aber ihr seid nun umgekehrt zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen. - 1. Petrus 2,21–25 (LU)

Wenn Petrus hier von den Fußstapfen Christi schreibt, denen wir nachfolgen sollen, dann ist das für uns eine ungeheure Herausforderung und verlangt von uns die ganze Konzentration im Leben als Christen. Jesus Christus kann man nicht nebenbei nachfolgen und gleichzeitig noch so vieles anderes tun.

Manchmal mache ich an meinem Computer Multitasking. Das müssen heute viele machen, die jetzt in der Corona-Krise Homeoffice machen. Das heißt, man macht mehrere Sachen gleichzeitig. Bei mir könnte das Folgendes sein, dass ich am Computer eine Predigt schreibe, gleichzeitig noch eine Andacht offen habe, dann mal eine E-Mail lese oder schreibe, kurz einmal telefoniere. Dann kurz in Facebook schaue und so weiter. Bei Eltern, die im Homeoffice sind, kommen noch die Kinder mit Home-Schooling und spielen und die Familie dazu. Also ist man nirgends mit 100% bei der Sache.

Und bei manchen Menschen ist das mit der Nachfolge Christi so. Sie ist dann eines unter vielen. Und das geht garantiert 100% schief.
Wer Jesus Christus nachfolgt, ist zu 100% gefordert. Wir werden aufgefordert so zu leben, wie Jesus gelebt hat. Es sind vier Punkte, die Petrus hier aufzählt.

1.         Jesus lebte ohne Sünde – darum sei auch Du ohne Sünde – lebe rein.
2.         Jesus hat nie gelogen oder andere betrogen – darum sei auch Du immer und überall ehrlich und echt.
3.         Jesus ließ sich verschmähen und beschimpfen, ohne dass er es auch wieder tat – darum sei immer und überall freundlich und zuvorkommend.
4.         Jesus war nie auf Vergeltung und Rache aus, sondern er hat sogar denen vergeben, die ihn ans Kreuz gebracht haben. Darum lebe auch du in der Vergebung. Vergebe immer und überall.

Das ist unmöglich, wird jetzt mancher sagen, oder wenn er oder sie es nicht aussprechen, dann wenigsten innerlich denken. Doch genau an diesen vier Punkten wird deutlich, unter welcher Herausforderung wir als Christen stehen, wenn wir den Fußstapfen Christi nachgehen.
Wir dürfen wissen: Jesus, als der gute Hirte, will uns bei all dem vorangehen und wir, wir sollen ihm vertrauen und nachfolgen. Sind wir zu dieser großen Herausforderung, die er an uns stellt, bereit? Wagen wir es und lassen uns darauf ein? Ich kann nur Mut machen, es zu tun. Es lohnt sich.
Amen.
Gottes Segen – Ihr Pfarrer Jörg Bachmann

Andacht zum Downloaden als pdf-Datei


Kirche Wolperndorf

Auch wenn es unter bestimmten Auflagen jetzt wieder möglich wäre, in unseren Kirchen Gottesdienst zu feiern, haben wir doch beschlossen bis zum 28. Juni 2020 vorläufig keine Gottesdienste in den Kirchen des Pfarrbereiches von Flemmingen und Langenleuba-Niederhain zu feiern.

...weiterlesen "Bis zum 28. Juni 2020 weiterhin keine Gottesdienste in unserem Pfarrbereich"

Das geistliche Wort zum Sonntag …. auch wenn wir keinen Gottesdienst feiern:
Andacht Sonntag Quasimodogeniti – Jesaja 40,29-31 – Den Müden Kraft geben!

By mikebaird /flickr.com

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

vor einigen Jahren waren wir im Elsass im Urlaub. Dort hatten wir die Greifvogelwarte „Adlerburg“ bei Kintzheim besucht. Es begeisterte uns, wie die Falkner die Greifvögel fliegen ließen.  Es waren Bussarde und Schwarzmilane, Geier und anderer Greifvögel. Und natürlich auch Adler. Es begeisterte uns, wie majestätisch diese Tiere flogen und mit welcher Geschicklichkeit sie dann agierten.

...weiterlesen "Den Müden Kraft geben"

Andacht – 1.Korinther 15,19 - 28 – Der letzte, der vernichtet wird, ist der Tod!

Liebe Leserinnen und liebe Leser,
nun in der Zeit der Corona-Pandemie haben wir jetzt gelernt einander Rücksicht zu nehmen und ein Stück Abstand zu halten. Dennoch ist das manchmal beim Einkauf im Supermarkt nicht einfach, wenn man in einer Schlange von vollen Einkaufwagen steht und besonders viel Geduld braucht.

...weiterlesen "Das geistliche Wort zum Osterfest! …. auch wenn wir keinen Gottesdienst feiern:"

Andacht – 2.Korinther 5,19 - 21 – Versöhnung mit Gott!

Liebe Leserinnen, liebe Leser, Liebe Leserinnen, liebe Leser,
An Karfreitag stirbt der Herr der Christen. Der Sohn des lebendigen Gottes wird hingerichtet. Am blutigen Holz des Kreuzes lässt er sein Leben. Warum? Weil der lebendige Gott und sein Sohn uns lieben. Jesus Christus starb für dich und für mich. Dieses Ereignis ist grausam. Wer sich da hinein vertieft, dem muss traurig zumute werden, dem muss es das Herz fast zerreißen. Unter dem Kreuz des Herrn gibt es wohl nur das eine Entsetzen. Wir hören seine Stimme: "Mich dürstet!" Sein gequälter Schrei dringt durch und durch: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen.
Wir müssen sein Leiden mit ansehen. Es riecht nach Blut und Schweiß, nach Qualen und Schmerzen. Wer erträgt den Anblick des gemarterten Körpers? Wer fasst die ungeheuerliche Botschaft: "Dieser war Gottes geliebter Sohn"?

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