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Evangelischer Pfarrbereich Flemmingen - Langenleuba-Niederhain
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Das geistliche Wort zum Osterfest! …. auch wenn wir keinen Gottesdienst feiern:

Andacht – 1.Korinther 15,19 - 28 – Der letzte, der vernichtet wird, ist der Tod!

Liebe Leserinnen und liebe Leser,
nun in der Zeit der Corona-Pandemie haben wir jetzt gelernt einander Rücksicht zu nehmen und ein Stück Abstand zu halten. Dennoch ist das manchmal beim Einkauf im Supermarkt nicht einfach, wenn man in einer Schlange von vollen Einkaufwagen steht und besonders viel Geduld braucht.

Wenn dann eine neue Kasse auf macht, versucht man der Erste zu sein. Aber nicht nur an der Kasse will man der Erste sein, auch in vielen anderen Bereichen des Lebens. Doch nicht immer ist das so, manchmal lässt man gerne dem anderen den Vortritt, besonders dann, wenn es unangenehm oder gefährlich ist. Es gibt in unserem Leben Bereiche, da bleibt uns nichts anderes übrig, als jemanden den Vortritt zu lassen. Heute hören wir von so einer Situation. Wir lesen Worte aus dem 1. Korintherbrief:

Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen. Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden. Ein jeder aber in der für ihn bestimmten Ordnung: als Erstling Christus; danach die Christus angehören, wenn er kommen wird; danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, nachdem er vernichtet hat alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt. Denn er muss herrschen, bis Gott »alle Feinde unter seine Füße gelegt hat« . Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod. Denn »alles hat er unter seine Füße getan« . Wenn es aber heißt, alles sei ihm unterworfen, so ist offenbar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, auf dass Gott sei alles in allem. 1. Korinther 15,19–28 (LU)

Der uns heute am Ostermorgen den Osterruf zuruft, ist der Apostel Paulus: „Es hat jemand geschafft! Jemand hat den Felsen des Todes erklommen und für uns einen Weg bereitet. Dieser ist Jesus Christus -' Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind:'“
Ihr merkt bei diesem Weg können wir nicht der erste sein. Da musste es Jesus Christus sei. Wer von uns würde nicht gern wissen, was oberhalb des Felsen ist? Nun erschallt der Osterruf: Einer ist durch. Er ist auferstanden. Der Weg über den Felsen ist nun kein unüberwindlicher Weg mehr.
Diesen Weg hat nicht nur ein Einziger überwunden, sondern ein Erster. Das heißt Ihm wird ein Zweiter und ein Dritter, und noch viele andere folgen. Er ist für uns als Erster diesen Weg gegangen. Und wer mit ihm lebt, der hängt an ihm.

Jesus ist der, der durch Tod und Auferstehung die Versöhnung ermöglicht, den Weg zum Leben eröffnet, zu einem neuen und heilen Verhältnis zu Gott. Und er ist es, der die, welche an ihm hängen mit nimmt in ein neues Leben. Der Apostel Paulus weist uns über das Individuelle hinaus. Denn das Ziel Gottes ist nicht die Seligkeit einzelner Menschen. Sein Ziel ist es, dass seine gute Herrschaft alles erfüllt, das sich in und durch ihn alles vollendet.
Der Apostel Paulus schreibt in seinem Brief, dass es Gewalten und Mächte gibt, die vernichtet wer-den müssen. Und die größte davon ist der Tod. Der Tod ist ein Feind. Der Tod wird vernichtet. Es wird ein gutes Ende geben. Als Zeichen dieser Hoffnung und Zukunft ist Jesus von den Toten auferstanden. Die Auferstehung ist das Zeichen des Sieges. Darum können wir auch heute jubeln und rufen:
Der Herr ist auferstanden – er ist wahrhaftig auferstanden! Amen.


Ein gesegnetes Osterfest wünscht Ihnen Ihr Pfarrer Jörg Bachmann

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