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Evangelischer Pfarrbereich Flemmingen - Langenleuba-Niederhain
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Der Gottesdienst ist abgesagt und doch Lobpreis möglich

Das geistliche Wort zum Sonntag Kantate …. auch wenn wir keinen Gottesdienst feiern: 2. Chronik 5,2-5.12-14 – Andacht - Kantate -

Image by LoggaWiggler from Pixabay

Liebe Leserinnen und lieber Leser,
eigentlich ist dieser Sonntag Kantate ein Sonntag, an dem in unseren Kirchen viel Musik erschallt und viel gesungen wird. Das ist auf Grund von Corona nicht möglich. Ja dort, wo Gottesdienst in einer Kirche gefeiert wird, ist das Singen sogar untersagt. Nur Musik von der Orgel, vom Klavier oder Instrumenten, bei denen man keine Luft benötigt, dürfen erklingen. Da ist der Lobpreis an diesem Sonntag Kantate etwas mager.

Aber mir sind in diesen Tagen auch andere wunderbare Möglichkeiten des Musizierens und des Lobpreises begegnet. Da habe ich ein Video bekommen, da hat man ein „Hosanna“-Lied Welt umspannend musiziert und gesungen. Das schuf wirklich eine globale Gemeinschaft des Lobpreises.

Heute werden wir mit hineingenommen in einen Einweihungsgottesdienst. Der König Salomo durfte Gott einen Tempel bauen, nachdem man das ja in Israel schon lange machen wollte. Zuletzt war es der König David, der sich darum bemühte. Der durfte es aber wegen seines Ehebruchs nicht. Nun sein Sohn Salomo durfte ihn dann bauen. Und jetzt wird der Tempel eingeweiht. Wir lesen in 2. Buch der Chronik, Kapitel 5:

2Da versammelte Salomo alle Ältesten Israels, alle Häupter der Stämme und die Fürsten der Sippen Israels in Jerusalem, damit sie die Lade des Bundes des HERRN hinaufbrächten aus der Stadt Davids, das ist Zion.
3Und es versammelten sich beim König alle Männer Israels zum Fest, das im siebenten Monat ist.
4Und es kamen alle Ältesten Israels, und die Leviten hoben die Lade auf
5und brachten sie hinauf samt der Stiftshütte und allem heiligen Gerät, das in der Stiftshütte war; es brachten sie hinauf die Priester und Leviten.
12und alle Leviten, die Sänger waren, nämlich Asaf, Heman und Jedutun und ihre Söhne und Brüder, angetan mit feiner Leinwand, standen östlich vom Altar mit Zimbeln, Psaltern und Harfen und bei ihnen hundertzwanzig Priester, die mit Trompeten bliesen.
13Und es war, als wäre es einer, der trompetete und sänge, als hörte man eine Stimme loben und danken dem HERRN. Und als sich die Stimme der Trompeten, Zimbeln und Saitenspiele erhob und man den HERRN lobte: »Er ist gütig, und seine Barmherzigkeit währt ewig«, da wurde das Haus erfüllt mit einer Wolke, als das Haus des HERRN,
14sodass die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus Gottes.

2. Chronik 5,2–14 (LU)

Im alten Israel lief man zur Höchstform auf für unseren Gott und Herrn. Keiner wollte zu Hause bleiben und jeder wollte mittun. Da gab es kein dienstfrei. Dieser Tag und dieser Gottesdienst waren für alle super wichtig. Da wurde geübt und geprobt. Das Beste ist gerade gut genug. Immerhin wollte man den Gott ehren, der über allen Göttern steht. Er, der der Herr aller Herren ist. Mancher wird sagen, das geht zur Zeit aber gar nicht. Wir haben doch die Corona-Krise, da können wir doch nicht? Doch gerade da können wir auch, aber bloß anders. Ich habe Ihnen gerade von dem Hosanna-Video geschrieben. Es gibt da noch viele andere Möglichkeiten zum Lobpreis. Ein Gedicht für den Schaukasten oder dem Nachbarn geschrieben, ein Regebogenbild im Fenster und auch ein Lied im Wohnzimmer, oder wer es sich traut, auch am Fenster singen. Natürlich gehört das Hören und Singen von Lobpreismusik und Chorälen auch dazu, vielleicht mit CD oder aus dem Internet. Lobpreis ist immer möglich, auch jetzt in der Corona-Krise. Und sie werden es nicht glauben, der Lobpreis stärkt uns den Glauben, gibt uns neuen Mut für unseren Alltag, auch in schweren Zeiten.
Die Israeliten machten in ihrem Gottesdienst diese Erfahrung: „da wurde das Haus erfüllt mit einer Wolke, als das Haus des HERRN, sodass die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus Gottes.“
Vielleicht erfahren Sie gerade in den anderen Formen des Lobpreises Gott im Alltag und werden im Glauben gestärkt. Ich bin mir dessen gewiss.

Einen gesegneten Sonntag und eine gesegnete Woche
Ihr Pfarrer Jörg Bachmann

Die Andacht zum Dowladen als pdf-Datei.

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